Maßhemd
Hemden, die nach Maß gefertigt wurden, sind Ausdrucks der Persönlichkeit und des Lebensstils. So ist das Maßhemd mehr als nur ein Bekleidungsstück, es gehört zur stimmigen Maßkonfektion.
Das Maßhemd zeichnet sich gegenüber den Herrenhemden von der Stange durch Passgenauigkeit, Individualität und Tragekomfort aus. Hemden nach Maß bieten einige wesentliche Vorteile in Bezug auf Passgenauigkeit da der Schneider zuerst Ihre persönlichen Körpermaße wie Brustumfang, Länge der Vorder- und Rückseite, Ärmellänge und Kragenweite nimmt. Mit diesen Maßen wird ein Schnittmuster erstellt und anschließend erfolgt ein Einzelzuschnitt, der vorerst aus preiswertem Material besteht, da dieses Probehemd lediglich für die Anprobe gedacht ist. Das angefertigte Modell wird gegebenenfalls korrigiert, um anschließend als Vorlage für das Maßhemd zu dienen.
Die verwendeten Stoffe für das Maßhemd können aus Zwirn, Halbzwirn oder Baumwolle bestehen.
Ihr Hemd, das nach Ihren Maßen angefertigt wurde, sitzt perfekt um Taille, Bauch und Brust und ragt aus dem Ärmel Ihrer Jacke eineinhalb Zentimeter heraus. Zwischen Kragen und Hals sollte einen Fingerbreit Platz vorhanden sein, damit es nicht zu eng um den Hals sitzt.
Zu einem Hemd gehört neben dem Kragen auch die Manschetten, die sich am Ärmel des Hemdes befinden und das Endstück bilden, um ein Ausfransen des Stoffes zu verhindern.
Hemden nach Maß besitzen eine genau angepasste Manschette und ein engeres Ärmelloch gegenüber den normalen Herrenhemden. Der Vorteil von Manschetten besteht darin, sind sie beschädigt, ausgefranst oder unwiderruflich verschmutzt können Sie von Ihrem Schneider ausgetauscht werden, ohne gleich ein neues Hemd anfertigen zu lassen. Die Manschette kann verschiedene Formen aufweisen wie abgerundet, schräg oder abgeschrägt sein.
Mit dem modischen Fortschritt entstanden auch die verschiedensten Arten von Manschetten. Kombi-, Sport- und Umschlagsmanschetten gehören zu den verbreiteten Arten, es gibt jedoch noch eine Vielzahl weiterer Modelle.
Der Klassiker- die Sportmanschette
Damit die Sportmanschette Ihrem Handgelenk angepasst werden kann besitzt sie zwei Schließknöpfe die hintereinander liegen. Sie können sich jedoch auch für zwei Knöpfe, die nebeneinander angebracht sind entscheiden. Bei Maßhemden wird nur ein einzelner Knopf aufgenäht, da die Manschette exakt auf Ihr Handgelenk zugeschnitten ist. Als Stoff wird ein einlagiges Material verwendet.
Die Kombimanschette
Die Kombimanschette gleicht vom Modell her der Sportmanschette, kann aber mit nur einem Manschettenknopf geschlossen werden und somit zu den unterschiedlichsten Anlässen getragen werden.
Für den besonderen Anlass – Umschlagmanschette
Die Umschlagmanschette wird auch als Doppelmanschette bezeichnet, da eine doppelte Stofflage für die Anfertigung verwendet wird. Die Ärmel sind wesentlich länger gegenüber anderen Modellen, damit eine Stofflage in Richtung Handgelenk zurückgeschlagen werden kann, um so die Voraussetzung für die doppelt gelegte Manschette zu haben. Das sieht edel aus und ist somit die eleganteste Manschettenform, die überwiegend bei Hemden verwendet wird, die zu einem Smoking getragen werden.
Der Hemdkragen
Das moderne Herrenhemd besitzt ein markantes Stilmerkmal – den Hemdkragen. Bis Ende des 19. Jahrhunderts trug die Männerwelt noch den Stehkragen, der seit nunmehr 100 Jahren durch den Umlegekragen abgelöst wurde, den es in vielen Variationen gibt. Zu besonderen Anlässen jedoch wird der Stehkragen noch immer verwendet.
Damit die Kragenspitzen nicht abstehen, werden in den Umschlagkragen die sogenannten Kragenstäbchen eingenäht. Dies ist bei dem Button-Down Kragen allerdings nicht notwendig. Hemdkragen unterscheiden sich in erster Linie in dem Winkel zwischen den Kragenspitzen und in der Anzahl der Knöpfe soweit vorhanden.
Häufig kommt es zu Verwirrungen bei der großen Vielzahl an unterschiedlichen Kragenausführungen. Deshalb hier die Populärsten und bekanntesten.
Kent-Kragen – am bekanntesten
Die bekannteste Form eines Hemdkragens ist der Kent-Kragen. Er wird für die unterschiedlichsten Arten von Hemden verwendet und zeichnet sich durch einen Winkel von etwa 95 – 120 Grad aus. Der Kent-Kragen kann ohne aber auch mit einer Fliege oder Krawatte getragen werden und ist für Anzüge optimal geeignet.
Haifischkragen
Der Haifischkragen ist für das Tragen einer Krawatte hervorragend geeignet da er ein hochgeschnittener, modischer Kragen ist, der über einen recht breiten Neigungswinkel verfügt der bis zu 160 Grad reicht. Insbesondere für Krawatten, die mit einem Kreuzknoten oder dem Doppelten Windsor gebunden sind, eignet sich diese Kragenform, die sehr elegant aussieht.
Button-Down Kragen
Der Button-Down Kragen ist ein weicher, sportlicher Kragen der Knopflöcher an der Spitze besitzt. Dieser Kragen wird direkt am Hemd festgeknöpft und eignet sich daher nicht für das tragen einer Krawatte. Er eignet sich eher unter einem Pullover und für das sportliche Outfit, woher der Button-Down Kragen auch seinen Ursprung hat. Da früher den Spielern beim Polo oft der Kragen umherflatterte, suchte man nach einer Lösung diesen zu befestigen und somit wurde die Idee geboren für den Button-Down Kragen.
Stehkragen/Kläppchenkragen
Der Kläppchenkragen ist eine Variante des Stehkragens der noch heute, wenn auch selten, verwendet wird. Diese Art des Stehkragenhemd wird überwiegend bei festlichen Anlässen getragen. Ein besonderes Merkmal des Stehkragens sind die umgeklappten Ecken. Er sollte stets mit einer Fliege und niemals mit einer Krawatte getragen werden.
Die Kragenflügel des hochwertigen Stehkragenhemd sind verstärkt durch die herausnehmbaren Kragenstäbchen. Gewöhnlich sind diese aus Kunststoff aber auch Metallen wie Messing oder Weißblech. Bei den hochwertigen Modellen können die Kragenstäbchen auch aus edlem Holz, Perlmutt, Sterling-Silber, Horn oder Mammutelfenbein hergestellt sein. Damit die Kragenstäbchen bei der Wäsche in der Waschmaschine nicht verloren gehen, sollten sie in jedem Fall vor der Wäsche herausgenommen werden, was auch die Spitzen des Kragens schont.
Für einen perfekten Sitz garantieren zusätzliche Kragenstäbchen.
Monogramm
Früher diente das Einsticken des Monogramms auf Hemden lediglich dazu bei der Sortierung der Wäsche eine Erleichterung zu haben, heute ist es ein Hinweis darauf das es sich um ein Hemd handelt das Maß angefertigt wurde. Das Monogramm ist über oder unterhalb der Brusttasche gut sichtbar aufgestickt und somit für jedermann sichtbar.